In keinem Bundesland ist mit 40 Prozent der Anteil der ehrenamtlich aktiven Bürger an der Bevölkerung höher als in Baden-Württemberg. Wir sind das Modellland fürs Ehrenamt – das Bürgerland schlechthin. Die CDU setzt sich für eine aktive Bürgergesellschaft ein. Engagierte Bürger warten nicht auf den Staat, sondern sie packen selbst mit an. Unser Leitbild ist nicht der allumfassende Staat, sondern der Bürger. Daher gehören Engagement und Freiheit für uns untrennbar zusammen. Das Ehrenamt ist wahrhaft unbezahlbar; wir setzen uns dafür ein, es auch in Zeiten knapper Kassen von Einsparungen zu verschonen. Unsere Gesellschaft braucht sowohl das langfristig betriebene Ehrenamt als auch das projektorientierte bürgerschaftliche Engagement. Besonders wichtig ist uns, die Grundsteine dafür schon in der Schule zu legen. Daher hat die Landesstiftung das Projekt „Jugend engagiert sich“ (jes) mit bundesweitem Vorbildcharakter ins Leben gerufen, das den Kreis der engagierten Jugendlichen erweitern helfen soll. Schulen sollen überhaupt zu Orten der gesellschaftlichen Mitverantwortung werden. So sollen im Rahmen des Ganztagesschulkonzeptes der Landesregierung bei der Nachmittagsbetreuung neben hauptamtlichen Pädagogen auch ehrenamtliche Jugendbegleiter aus Vereinen, Verbänden und Kirchen zum Einsatz kommen. Diese Verzahnung wollen wir vorantreiben. Die Solidarität in unserer Gesellschaft zeigt sich tagtäglich vor Ort. Mehr als 100.000 Menschen sind in Baden-Württemberg als haupt- oder ehrenamtliche Helfer bei Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, dem Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen engagiert. Sie opfern ihre Freizeit und setzen für das Gemeinwohl nicht selten ihre eigene Gesundheit oder gar ihr Leben ein. Dieses flächendeckende Netzwerk der Solidarität müssen wir erhalten und stärken, auch in Zeiten knapper Kassen. Die Politik kann Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen. So hat die Landesregierung 2004 über 75 Millionen Euro in die Förderung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement investiert. Zum 1.1.2006 hat die Landesregierung sogar für alle ehrenamtlich Engagierten im Land eine Haftpflicht- und Unfallversicherung abgeschlossen. Besondere Bedeutung kommt unserer Sportvereinen zu: nicht nur für die Freizeitgestaltung, sondern auch für die Gesundheit, die Sozialisierung junger Menschen und die Integration von Gruppen am Rande der Gesellschaft. Breiten- und Spitzensport soll den hohen Standard der Förderung beibehalten. Die CDU setzt sich für einen Solidarpakt ein, der den Verbänden längere Planungssicherheit gibt. Landesweit gibt es über hundert Ehrenamtsbüros, in denen Menschen informiert und bei Interesse an einem Engagement ohne Vereinsbindung vermittelt werden können. Die CDU setzt sich für den weiteren Ausbau dieser Einrichtungen ein. Kunst und Kultur tragen nicht nur zur Lebensqualität in Baden-Württemberg bei, sie sind auch ein wichtiger Standortfaktor und für den Tourismus von großer Bedeutung. Unsere Politik steht für ein dezentrales Kulturprogramm in seiner ganzen Breite: von den herausragenden staatlichen und privaten Museen und Theatern bis zur Laienkultur, der Pflege von Brauchtum, Musik und Kultur in Vereinen. Kunst und Kultur sind eine Quelle für Inspiration und neue Ideen, sie führen uns zu unseren Wurzeln und helfen, den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Wir setzen uns für eine Stärkung des Mäzenatentums ein und wollen private Förderungen von Kunst und Kultur in Zukunft steuerlich noch besser berücksichtigt wissen. |